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Wichtige Hinweise zu Steuerberatungsgebühren

Was ist Steuerberatung wert bzw. wie hoch ist der Nutzen?

Wer zahlt schon gerne Steuerberatergebühren dafür, dass man nur die vom Finanzamt angeforderten Steuererklärungen bekommt? Entscheidend ist, was Sie von Ihrem Steuerberater erwarten, denn - wie Sie wissen - hat jede Leistung Ihren Preis, so auch die Steuerberatung. Es kommt also - wie bei jeder Leistung - auf das Preis-/ Leistungsverhältnis an.

Steuerberatung ist eine Investition.

Es gibt aus meiner Sicht mindestens 3 Nutzenvorteile, die Sie aus dieser Investition ziehen können:

1. Sie sparen Zeit und Zeit ist Geld. Sie sollten sich ausrechnen, wie viel Geld Sie in der Zeit verdienen könnten, wenn Sie sich nicht selbst um die Steuern kümmern müssten.

2. Die ersparten Steuern sollten auf Dauer höher als die Steuerberatergebühren sein. Leider werden Sie wahrscheinlich nie erfahren, wie viel Steuern Sie mit einem Steuerberater sparen können. Daher lässt sich diese Größe nur schwer bestimmen. Abgesehen davon können eigene Fehler zu nicht unerheblichen Steuermehrbelastungen führen. Aber auch das werden Sie wahrscheinlich niemals erfahren.

3. Sie sparen nicht nur Steuern, sondern vor allem auch Nerven. Wer möchte sich schon als steuerlicher Laie mit den Steuervorschriften und mit den Finanzbehörden auseinander setzen? Es wird den meisten schwer fallen, sämtliche steuerrechtlichen Vorschriften zu beachten. Eigene Fehler können zu Ordnungswidrigkeiten usw. führen.

Bei der Höhe der Steuerberatergebühren habe ich selbstverständlich auch Ihren Nutzen im Auge, der in der Regel um ein Vielfaches höher liegt.

Wie hoch sind die Steuerberatergebühren?

Ich kann verstehen, dass Sie vorher möglichst genau wissen möchten, welche Steuerberatergebühren auf Sie zu kommen. Auf der anderen Seite muss ich vorher wissen, welche Leistungen Sie erhalten möchten. Dann kann ich Ihnen anhand der Steuerberatergebührenverordnung die Steuerberatergebühren aufzeigen. In den meisten Fällen kann ich unterhalb der Mittelgebühr der Steuerberatergebührenverordnung abrechnen.

Für einige Leistungen kann ich die Steuerberatergebühren im Vorhinein festlegen und wiederkehrende Leistungen kann ich gerne pauschal abrechnen. Allerdings halte ich es für nicht seriös, ohne Kenntnis des Steuerfalls Pauschalangebote zu unterbreiten. Steuerberatung ist und bleibt eine Leistung auf der Grundlage von Vertrauen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit kann dauerhaft nur erfolgen, wenn Mandant und Steuerberater zufrieden sind. Dennoch ist es sinnvoll, wenn die Frage der Steuerberatergebühren frühzeitig angesprochen und geklärt wird.Gerne erarbeite ich konkrete Vorschläge zu den Steuerberatergebühren, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben. Erst nach einem Gespräch kann ich seriös Auskunft über die Steuerberatergebühren geben.

In diesem ersten persönlichen Gespräch analysieren wir Ihre steuerliche Situation und besprechen die weitere Zusammenarbeit. Sie bestimmen, welche Leistungen Sie erhalten möchten und ich mache Ihnen ein individuelles Angebot, an das ich mich auch gebunden fühle. Das endgültige Honorar bestimmt sich nach der Steuerberatergebührenverordnung, wobei die Bemessungsgrundlage oftmals erst nach erbrachter Leistung feststeht. Sie wissen aber bereits vorher mit welchen Steuerberatergebühren Sie rechnen müssen. Ihre Anfrage ist selbstverständlich kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen.

Meine Steuerberatergebühren, die ich vorab beziffern kann:

Wie kann ich bei den Steuerberatergebühren sparen?

Steuerberatung ist nur sinnvoll, wenn Ihr Nutzen höher als die Steuerberatergebühr ist. Daher helfe ich Ihnen gerne bei den Steuerberatergebühren zu sparen. Das kann wie folgt aussehen:

Die höchste Ersparnis können Sie bei der Finanzbuchhaltung erzielen. Bei der Finanzbuchhaltung lassen sich bis zu ca. 50% der Steuerberatergebühren sparen. Denn die Steuerberatergebühren für die Finanzbuchhaltung machen ca. 50% der laufenden Kosten aus. Die anderen 50% fallen für Jahresabschluss und Steuererklärungen an. Aber wie können Sie nun bei der Finanzbuchhaltung so viele Gebühren sparen? Ganz einfach, durch den Austausch von vorhandenen Daten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Sie senden uns Ihre elektronischen Bankdaten, die Sie kostenlos beim Online-Banking als Download erhalten.

2. Sie übersenden uns vorbereitete Tabellen zu, in denen Sie die Bank- bzw. Kassenbewegungen eingetragen haben.

Wenn Sie uns keine Daten übersenden möchten, dann sollten Sie Ihre Unterlagen möglichst ordentlich und vollständig vorbereiten, denn je ordentlicher und vollständiger die Unterlagen vorbereitet sind, desto günstiger wird es für Sie. Für die Bearbeitung eines "Schuhkartons" benötigen wir logischerweise länger und müssen dementsprechend auch eine höhere Steuerberatergebührenrechnung stellen.

Gerne mache ich Ihnen Vorschläge, wie Sie bei den Steuerberatergebühren sparen können.

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Steuerberatungskosten

Steuerberatungskosten können Sie von der Steuer absetzen. Die Abzugsfähigkeit wurde zum 01.01.2006 geringfügig eingeschränkt. Den größten Teil der Steuerberatungskosten können Sie jedoch weiterhin als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Die gesetzlichen Grundlagen der Steuerberatergebühren

Die Steuerberatergebühren sind gesetzlich gemäß § 57 Abs. 3 Nr. 2 und 3 Steuerberatungsgesetz (StBerG) in der Steuerberatergebührenverordnung (StbGebV) geregelt. Für Verfahren vor den Finanzgerichten verweist die Steuerberatergebührenverordnung auf die Gebührenordnung der Rechtsanwälte. Die Steuerberatergebührenvereinbarung sieht u. a. folgende Gebühren vor: Wertgebühren, Betragsrahmengebühren, Zeitgebühren, Pauschalgebühren, Auslagenersatz, Gebührenvereinbarungen, Mindestgebühren und Höchstgebühren usw. Höhere Gebühren als in der Steuerberatergebührenverordnung können durch eine gesonderte Vergütungsvereinbarungen vereinbart werden. Die relativ komplizierte gesetzliche Regelung macht die Steuerberatergebühren nicht unbedingt transparent (Download: Grundlagen der deutschen Steuerberatergebühren).

Wie berechneten sich die Steuerberatergebühren?

Im folgendem erkläre ich die Steuerberatergebührenverordnung, so dass Sie die Ermittlung der Steuerberatergebühren nachvollziehen können.

Die Steuerberatergebührenverordnung sieht bei Einzelabrechnung die

Es besteht auch die Möglichkeit der Pauschalvergütung.

Zusätzlich besteht ein Anspruch auf Auslagenersatz.

Bitte beachten Sie, dass keine erfolgsabhängigen Steuerberatergebühren vereinbart werden dürfen. Ebenso dürfen keine kostenlosen Beratungen erbracht werden.

Einzelabrechnung Steuerberatergebühren

1. Wertgebühr (§ 10 StBGebV)

Die Wertgebühr (§ 10 StBGebV) ermittelt sich aus

a) dem sog. Gegenstandswert der Tätigkeit des Steuerberaters, dieser ist in der Steuerberatergebührenverordnung definiert, wie z.B.

b) der Anwendung eines Zehntelsatzes (Gebührenrahmen) für diese Tätigkeit

c) auf die Gebühr der in der Steuerberatergebührenverordnung vorgeschriebenen Gebührentabelle (Tabellen A bis E).

2. Betragsrahmengebühren

Bei den Betragsrahmengebühren ist im Gegensatz zu den Wertgebühren der Gebührenrahmen nicht durch einen unteren und oberen Zehntelsatz vorgegeben, sondern ein oberer und ein unterer Euro-Betrag.. Die Betragsrahmengebühr kommt nur bei Rat oder Auskunft in steuerstrafrechtlichen, bußgeldrechtlichen oder ähnlichen Angelegenheiten (§ 21 Abs. 1 Satz 3 StBGebV) und bei der Lohnbuchführung (§ 34 StBGebV) vor.

3. Zeitgebühren

Die Zeitgebühr (§ 13 StBGebV) ist nur anzuwenden, wenn die Steuerberatergebührenverordnung es vorsieht oder kein Gegenstandswert herangezogen werden kann. Die Zeitgebühr berechnet sich nach dem für die Bearbeitung des Auftrages erforderlichen Zeitaufwand und beträgt zwischen 19 € und 46 € je angefangene halbe Stunde.

Pauschalvergütung der Steuerberatergebühren

Die Steuerberatergebührenverordnung bietet die Möglichkeit anstelle der Einzelabrechnung eine Pauschalvergütung zu vereinbaren (§ 14 StBGebV). Sie muss schriftlich für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr abgeschlossen werden und ist nur auf laufend auszuführende Tätigkeiten (z.B. Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen) anzuwenden. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigenständige Gebührenart, sondern lediglich um eine Vereinfachungsregelung.

Auslagenersatz

Zusätzlich zu den o.g. Steuerberatergebühren hat der Steuerberater gem. Steuerberatergebührenverordnung Anspruch auf:

Übersicht über die Steuerberatergebühren für die wichtigsten Steuerberatungsleistungen (Leistung des Steuerberaters, Gebührenart, Gebührenrahmen, Gegenstandswert)

  1. (erstmaliges) Einrichten einer Buchführung: Zeitgebühr 19,00 € bis 46,00 € je angefangene halbe Stunde.
  2. Erledigung der gesamten Buchführung einschl. Kontieren der Belege und Anfertigung der Umsatzsteuer-Voranmeldungen: Wertgebühr (Monatsgebühr) nach Tabelle C 2/10 bis 12/10 Jahresumsatz oder Summe des Aufwandes
  3. erstmalige Einrichtung von Lohnkonten und Aufnahme der Stammdaten: Betragsgebühr 2,60 € bis 9,00 € je Arbeitnehmer
  4. Führung von Lohnkonten und Anfertigung der Lohnabrechnung: Betragsgebühr 2,60 € bis 15,00 € je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum (in der Regel monatlich). In besonders schwierigen Fällen, z.B. beim Baulohn, sind auch Gebühren von z.B. 20,00 € möglich.
  5. Erstellung einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung: Wertgebühr nach Tabelle B 10/10 bis 40/10 das Mittel zwischen der berichtigten Bilanzsumme und der betrieblichen Jahresleistung
  6. Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/20 bis 12/20 Summe der Einnahmen oder Summe der Werbungskosten (der jeweils höhere Betrag), mindestens 6.000 €
  7. Anfertigung der Einkommensteuererklärung ohne Ermittlung der Einkünfte: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 6/10 Summe der positiven Einkünfte, mindestens 6.000 €
  8. Anfertigung der Körperschaftsteuererklärung: Wertgebühr nach Tabelle A 2/10 bis 8/10 Einkommen vor Berücksichtigung eines Verlustabzuges, mindestens 12.500 €
  9. Anfertigung der Gewerbesteuererklärung nach dem Gewerbeertrag: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 6/10 Gewerbeertrag vor Berücksichtigung des Freibetrages und eines Gewerbeverlustes, mindestens 6.000 €
  10. Anfertigung der Kapitalertragsteuererklärung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/20 bis 6/20 Summe der kapitalertragsteuerpflichtigen Kapitalerträge, mindestens 3.000 €
  11. Anfertigung der Umsatzsteuer-Voranmeldung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 6/10 10 % des Gesamtbetrages der für Lieferungen oder sonstige Leistungen erhaltenen Entgelte zzgl. des Eigenverbrauches, mindestens 500 €
  12. Umsatzsteuerjahreserklärung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 8/10 wie 11., Mindestgegenstandswert hier jedoch 6.000 €

Vorschuss Steuerberatergebühren

Der Steuerberater kann von seinem Auftraggeber gem. § 8 StBGebV für die entstandenen und die voraussichtlich entstehenden Steuerberatergebühren und Auslagen einen angemessenen Vorschuss fordern.

Erstattung von unnötigen Steuerberatergebühren durch das Finanzamt

Sind Ihnen wegen eines falschen Steuerbescheids Steuerberatergebühren entstanden, können Sie diese vom Finanzamt erstattet bekommen, so z. B. für den Fall, dass sich die Rechtsprechung geändert hat und der Finanzbeamte davon noch nichts wusste. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Koblenz (AZ: 1 U 1588/01) muss das Finanzamt seine Mitarbeiter zeitnah über grundlegende Urteile informieren. Ergehen auf Grund der Unkenntnis des Finanzbeamten fehlerhafte Steuerbescheide, so können Sie zivilrechtlich Schadensersatz für die zusätzlich verursachten Steuerberatungskosten verlangen.

Und last but not least: Leistungsverweigerungsrecht und Zurückbehaltungsrecht bei offenen Steuerberatergebühren

Ich werde immer wieder gefragt, ob ein Steuerberater die Unterlagen zurückbehalten darf, wenn die Steuerberatergebühren nicht bezahlt wurden. Ja, der Steuerberater hat ein Zurückbehaltungs- bzw. Leistungsverweigerungsrechtes und kann die Herausgabe von Mandantenunterlagen/ Arbeitsergebnissen verweigern:

§ 66 Abs. 4 StBerG

Der Steuerberater oder Steuerbevollmächtigte kann seinem Auftraggeber die Herausgabe der Handakten verweigern, bis er wegen seiner Gebühren und Auslagen befriedigt ist. Dies gilt nicht, soweit die Vorenthaltung der Handakten oder einzelner Schriftstücke nach den Umständen, insbesondere wegen verhältnismäßiger Geringfügigkeit der geschuldeten Beträge, gegen Treu und Glauben verstoßen würde.

Zu dem Begriff der Handakte, wie in § 66 Abs. 2 StBerG definiert, zählen u.a. folgende Unterlagen:

Bitte begleichen Sie die Steuerberatergebühren rechtzeitig, damit es keine Probleme mit dem vorigen Steuerberater und in der Folge mit den Finanzbehörden gibt. Für regelmäßige Steuerberatergebühren richten Sie am Besten einen Dauerauftrag ein, dann können Sie die Bezahlung nicht vergessen.

Aktuelle Rechtslage:

Wichtig:

Der Hinweis ist auf aktueller Rechtsgrundlage erstellt. Abweichende Vorschriften können sich aus Gesetzesänderungen ergeben. Eine Online-Version des relevanten Gesetzestext ist unter folgender Adresse des BMJ erhältlich:

Aktuelle Fassung StBGebV:

Gebührenverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften (Steuerberatergebührenverordnung - StBGebV)





Dipl.-Ökonom Martin Fasel // Mainstraße 40 // 58097 Hagen
Tel.: {+49} [0] (23 31) 8 22 57 // Fax: {+49} [0] (23 31) 88 16 83
e-mail: Fasel@Steuerberater-Fasel.de // Webpräsenz: www.steuerberater-fasel.de
Steuernummer: 5231/5065/1003

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